Sodbrennen und saures Aufstoßen
Wie entsteht Sodbrennen?Säure wird im Magen gebildet und ist wichtig für die Desinfektion und den Aufschluss der Nahrung. Die Säurebildung wird angeregt durch vielerlei Botenstoffe, einige werden im Körper gebildet und zum Beispiel schon bei dem Gedanken ans Essen ausgeschüttet, andere sind Bestandteil der aufgenommenen Nahrung selbst. Die Verwertung der Nahrung beginnt bereits im Mund. Die Zähne zerkauen die Nahrung zu kleinen Bröckchen, die Vermischung mit Speichel erleichtert das Schlucken. Der zerkaute Nahrungsbrei wird durch die Speiseröhre transportiert und passiert dann den Speisenröhrenschließmuskel, die Eingangspforte zum Magen. Er besitzt einen speziellen Verschlussmechanismus, der einen Rückfluss des Mageninhaltes in die Speiseröhre verhindert. Eigentlich ist er permanent zusammengezogen. Doch wenn großer Druck auf ihm lastet, wie nach einer üppigen Mahlzeit oder er ausleiert, kann es zu Sodbrennen kommen, da der saure Speisebrei zurück in die Speiseröhre fließen kann. Verschiedene Faktoren haben Einfluss auf die Spannkraft dieses Muskels:
Ernährung
Eine fettreiche Mahlzeit reduziert die Spannung um ca. 30 %, Kohlenhydrate wirken weitgehend neutral, eiweißreiche Mahlzeiten erhöhen den Druck um ca. 50 %.
Übergewicht
Durch Übergewicht wird der Druck auf den Magen erhöht. Dies begünstigt vor allem nachts durch die Liegeposition den Rückfluss von saurem Speisebrei.
Schwangerschaft
Auch in der Schwangerschaft erhöht sich der Druck auf den Magen. Dies begünstigt auch hier vor allem nachts durch die Liegeposition den Rückfluss von saurem Speisebrei.
Alkohol und Zigarettenkonsum
Alkohol und Zigaretten senken die Muskelspannung des Schließmuskels und stören die Bewegungen der Speiseröhre.
Stress
Bei Stress schüttet der Körper die Botenstoffe Adrenalin und Noradrenalin aus und aktiviert so den Organismus. So erhöhen sich Herzschlag und Atemfrequenz, Blut wird vom Verdauungstrakt abgezogen und den Muskeln zur Verfügung gestellt. Die Verdauung kommt unter Stressbedingungen somit zum Erliegen. Wird dann noch in den kurzen Pausen hektisch das Essen verschlungen, ist der Magen überfordert. Dies kann kann je nach Mahlzeit (bspw. Fastfood) eine Magensäureüberproduktion auslösen, die zum Sodbrennen führen kann.
Anwendung
1. Wie lange kann Buscogast® eingenommen werden und wann muss ich zum Arzt?
Nehmen Sie Buscogast® ohne ärztlichen Rat bzw. ärztliche Verschreibung nicht länger als 14 Tage ein.
Buscogast® soll kontinuierlich einmal täglich eingenommen werden, bis die Symptome abgeklungen sind.
Wenn sich Ihre Beschwerden verschlechtern oder nach 14 Tagen nicht gebessert haben, oder wenn sie sehr schnell wieder auftreten,
müssen Sie einen Arzt aufsuchen. Dieser muss ggf. weitere Untersuchungen vornehmen.
2. Wie ist Buscogast® einzunehmen?
Nehmen Sie die Kapsel unzerkaut als Ganzes zusammen mit ausreichend Flüssigkeit (z. B. ein Glas Wasser) vor einer Mahlzeit (Frühstück oder Abendessen) auf nüchternen Magen ein.
Bei Schluckbeschwerden ist es möglich, die Kapsel zu öffnen und das darin enthaltene magensaftresistente Mikrogranulat in Flüssigkeit (z.B. Fruchtsaft) oder Joghurt einzurühren.
Die Einnahme sollte möglichst zum gleichen Tageszeitpunkt erfolgen.
3. Kann man Buscogast® während der Schwangerschaft einnehmen?
Bevor Sie Buscogast® in der Schwangerschaft einnehmen, sollten Sie Ihren Arzt befragen. Dieser muss eine sorgfältige Abwägung des Nutzens und der Risiken vornehmen.
Die Datenlage gibt derzeit nicht genügend Informationen, in welchem Ausmaß der Arzneistoff Omeprazol in die Muttermilch übergeht. Deshalb sollte der Arzt entscheiden,
ob eine Einnahme während der Stillzeit erfolgen kann.
Da bisher noch unzureichende Erfahrungen in der Stillzeit vorliegen, muss Ihr Arzt entscheiden, ob Sie Buscogast® einnehmen können, wenn Sie Ihr Kind stillen möchten. Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Da bisher noch unzureichende Erfahrungen in der Stillzeit vorliegen, muss Ihr Arzt entscheiden, ob Sie Buscogast® einnehmen können, wenn Sie Ihr Kind stillen möchten. Fragen Sie vor der Einnahme/Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
4. Kann ich mehr Buscogast® einnehmen als die Tagesdosis erlaubt, um eine schnellere Wirkung zu erzielen?
Buscogast® sollte ohne ärztliche Absprache nicht höher dosiert werden als angegeben. Sofern vom Arzt nicht anders verordnet,
beträgt die Dosis eine Kapsel mit 20mg Omeprazol am Tag.
Verständigen Sie bei Verdacht auf eine Überdosierung einen Arzt, damit dieser über das weitere Vorgehen entscheiden kann.
Verständigen Sie bei Verdacht auf eine Überdosierung einen Arzt, damit dieser über das weitere Vorgehen entscheiden kann.
5. Darf man Buscogast® an Kinder verabreichen?
Buscogast® soll Kindern und Jugendlichen nur auf ausdrückliche Anweisung des Arztes gegeben werden.
6. Beeinflusst Buscogast® die Fahrtüchtigkeit und die Bedienung von Maschinen?
Normalerweise sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich, da von der Einnahme von Buscogast® keinerlei Effekte auf die Verkehrstüchtigkeit erwartet werden.
Begrenzte Daten aus einer Studie an Freiwilligen konnten diese Annahme bestätigen.
Durch die Einnahme von Omeprazol können jedoch Nebenwirkungen auftreten, die das Nervensystem oder die Sehfähigkeit betreffen und durch die die Fähigkeit,
Kraftfahrzeuge zu führen oder Maschinen zu bedienen, eingeschränkt wird.
7. Kann ich Buscogast® auch bei Schluckbeschwerden nehmen?
Buscogast® ist auch für Personen mit Schluckbeschwerden geeignet. Die Kapsel kann geöffnet und die darin enthaltenen Mikrogranulat können in Getränke oder Joghurt eingerührt werden.
So ist eine besonders einfache Einnahme des Wirkstoffes möglich.
8. Ist Buscogast® für Diabetiker geeignet?
Buscogast® enthält pro Kapsel 102-116 mg Succrose. Dies entspricht 0,009 BE bis 0,01 BE. Aufgrund dieser geringen Mengen ist Buscogast® für Diabetiker geeignet.
9. Ist Buscogast® glutenfrei?
Ja, Buscogast® ist glutenfrei. Auch wenn Sie unter einer Gluten-Unverträglichkeit leiden, können Sie Buscogast® einnehmen.
10. Ist Buscogast® lactosefrei?
Ja, Buscogast® ist lactosefrei. Auch wenn Sie unter Lactose-Unverträglichkeit leiden, können Sie Buscogast® einnehmen.
12. Wo ist Buscogast® erhältlich?
Buscogast® ist rezeptfrei in Ihrer Apotheke erhältlich.
Fragen an das Buscogast®-Team
Pflichtext:
Buscogast® 20mg magensaftresistente Hartkapseln : Wirkstoff: Omeprazol. Zur Behandlung von Sodbrennen und saurem Aufstoßen bei Erwachsenen.
Boehringer Ingelheim Pharma GmbH und Co. KG, 55216 Ingelheim am Rhein
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.




